Mehr über die Expedition
Die humanitär-medizinischen Expeditionen finden unter der Schirmherrschaft der Sektion für Tropen- und Reisemedizin der Slowenischen Ärztegesellschaft statt, die seit Jahrzehnten zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Menschen in Entwicklungsländern beiträgt.
Unser Expeditionsjahr wird für die Sektion besonders bedeutsam sein, da sie 2027 das 50-jährige Bestehen ihrer ersten medizinischen Expedition in die Tropen feiert, die 1977 aufbrach. Seitdem haben sich diesen humanitären Expeditionen bereits mehr als 1.500 Medizinstudierende, Ärzt:innen und Pflegekräfte angeschlossen, die ihr Wissen und ihre Hilfe Menschen in Afrika, Süd- und Mittelamerika, Asien sowie Ozeanien angeboten haben.
Heute finden regelmäßig Expeditionen nach Uganda, Sambia und Kenia statt. Eine einzelne Expedition dauert in der Regel drei Monate, wobei sich an jedem Standort im Laufe eines Jahres vier Teams abwechseln. Durch diese Organisation gewährleisten wir eine durchgehende Präsenz und kontinuierliche medizinische Versorgung der lokalen Bevölkerung über das ganze Jahr hinweg.
Unsere Arbeit ist vollständig ehrenamtlich. Die Kosten der Expedition werden aus Spenden und Beiträgen finanziert, um die Organisation kümmern wir uns selbst.
Die erste Expedition nach Uganda …
… wurde 2006 organisiert, seit 2012 reisen Freiwillige regelmäßig zur Insel Bwama am Bunyonyi-See. Dort ist das Gesundheitszentrum Bwama tätig, das der örtlichen Gemeinschaft eine kostenlose medizinische Grundversorgung bietet.
Das Grundstück für den Bau des Gesundheitszentrums wurde von der Kigezi Diocese (Kirche von Uganda) gestiftet, errichtet wurde das Zentrum von der Hilfsorganisation Edrisa UK. Diese Organisation kümmert sich bis heute um die Instandhaltung der Ambulanzräume, unterstützt den Betrieb des Zentrums finanziell und sorgt für dessen reibungslosen Ablauf. Am Betrieb des Zentrums ist auch das ugandische Gesundheitsministerium beteiligt, das Pflegepersonal sowie einen Teil der benötigten Medikamente bereitstellt. Die slowenische Sektion für Tropen- und Reisemedizin trägt regelmäßig Medikamente, medizinische Ausrüstung sowie Freiwillige bei – Medizinstudierende und junge Ärzt:innen, die in der ambulanten Arbeit mitwirken, sogenannte Outreach-Kliniken in den umliegenden Dörfern durchführen und sich an Bildungsaktivitäten beteiligen. Im Gesundheitszentrum gibt es zudem eine Entbindungsstation.
Neben der medizinischen Versorgung spielt das Zentrum auch bei der Gesundheitsbildung der lokalen Bevölkerung eine wichtige Rolle. Mit verschiedenen Präventionsprogrammen fördert es gute Hygienegewohnheiten, angemessene Mundhygiene, gesunde Ernährung und Aufklärung zur Vorbeugung von HIV-Infektionen.